Bereits nach kurzer Zeit war die diesjährige AKS-Exkursion mit dem Ziel Amsterdam ausgebucht. Und was das umfangreiche Besichtigungsprogramm versprochen hatte, konnten die Teilnehmer unter der professionellen Führung von Anneke Bokern (Guiding Architects) Anfang September hautnah erleben.

Nach einem kurzen Abstecher ins historische Zentrum ging es zum Ufer des IJ, das seit etwa 20 Jahren (wieder) entdeckt wird. Hinter der Central Station fallen attraktive öffentliche Bauten wie der A‘dam Tower (Umbau 2016 von Claus en Van Wageningen) und das EYE Film Instituut Nederland von Delugan Meissl aus dem Jahr 2012 ins Auge. Schwerpunkt der 2-tägigen Fachführung war jedoch das Thema Wohnen. In der Verdichtung geübt, bietet Amsterdam eine Reihe neuer Wohnviertel mit allen erdenklichen Wohnungsbautypologien – Reihenhäusern, mehrgeschossigen Wohnblocks, Hochhäusern (wie dem „Pontsteiger“ von Arons & Gelauff) und nicht zuletzt schwimmenden Häusern – auf den östlichen Hafeninseln, im ehemaligen Holzhafen (Houthavens), auf künstlichen Inseln im IJmeer und ehemaligen Rangierflächen der Bahn. Eine große Bedeutung kommt (auch) dem sozialen Wohnungbau zu, dessen prozentualer Anteil im Vorhinein festgeschrieben wird.
Welche Wohnqualität auch bei schmalen, tiefen Grundstücken möglich ist, machte die Besichtigung eines 4 Meter breiten Privatwohnhauses deutlich: Für eine optimierte Belichtung im Gebäudeinneren sorgt eine ausgeklügelte Planung mit Oberlichtern und begehbaren Glasböden.
Fazit: Ein intensives Fachprogramm mit vielen Anregungen (nicht nur) für Architekten.

Text: Cornelia Noll