Erinnerungsort für die ermordeten Juden im Saarland, „Der unterbrochene Wald“, Rabbiner-Rülf-Platz, Saarbrücken

Der Beschluss des Stadtrates, das Dezernat für Kultur, Bildung und Wissenschaft aufzulösen, beschädigt nicht nur maßgeblich die kulturelle Standortqualität Saarbrückens, sondern den Imagefaktor des Saarlandes insgesamt. Aus Sicht der Architektenkammer des Saarlandes (AKS) ist dies eine falsche Entscheidung mit negativen Auswirkungen auf die Zukunft der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Denn: Nicht nur die „harten Fakten“ entscheiden über die Zukunftsfähigkeit des Saarlandes. Ob eine Landeshauptstadt – und damit auch das gesamte Saarland – ein attraktiver Standort ist, hängt auch von der Qualität und Vielseitigkeit des kulturellen Angebotes ab. Gerade angesichts der Probleme des Landes braucht es zwingend Fürsprecher für die Kultur. Kunst im öffentlichen Raum hat einen großen Anteil an der Entwicklung und der Akzeptanz des öffentlichen Stadtraumes. Beispielhaft hierfür steht der Erinnerungsort für die ermordeten Juden im Saarland, „Der unterbrochene Wald“ auf dem Rabbiner-Rülf-Platz in Saarbrücken. Dieser ist vom Kulturdezernenten mitverantwortlich und vorbildlich initiiert und realisiert worden.

Die Architektenkammer des Saarlandes kann sich eine Landeshauptstadt ohne einen „Kulturdezernenten“ nicht vorstellen und empfiehlt den Mitgliedern des Stadtrates, die Entscheidung zu überdenken und die Dezernentenstelle nicht aus monetären Gründen zu opfern.