Foto: Michelle Mehler
Foto: Michelle Mehler

Wie kreativ saarländische Schüler sind, und wie vielseitig die Themen Baukultur und Architektur in den Schulunterricht eingebunden werden können, zeigte die Ausstellung „2016 Baukultur: Architektur trifft Schule“. Erneut bzw. zum vierten Mal wurden die Ergebnisse des Kooperationsprojektes drei Wochen lang im saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur präsentiert.

Neun Projekte unterschiedlicher Schulen und Klassenstufen waren zu sehen. Zum zweiten Mal hatte eine Grundschule und erstmals auch eine Berufsschule am Projekt teilgenommen. Thematisiert wurden unter anderem der Wohnort, das Schulgebäude und der Schulhof, Traum-Ferienhäuser und ein Hühnerhaus.

Zahlreiche am Projekt beteiligte Schüler, Lehrer und Architekten bzw. Landschaftsarchitekten nahmen an der Vernissage teil. Und trotz eines vollen Terminkalenders fanden auch Bildungsminister Ulrich CommerÇon und AKS-Präsident Alexander Schwehm ausreichend Zeit für einen Ausstellungsrundgang, bei dem die Schüler − gemeinsam mit den Lehrern und Architekten − die Projektergebnisse vorstellten. CommerÇon bezeichnete diese als „ganz erstaunlich“ und sieht den Bezug zur „Lebenswelt“ der Schüler als wichtig an. „Das Schöne an dem Projekt ist, dass Schüler die Möglichkeit haben, sich mit ihrem konkreten Umfeld auseinanderzusetzen.“ Auch Kammerpräsident Schwehm unterstrich: „Schon junge Menschen sollten lernen, mit offenen Augen umherzulaufen und genau hinzusehen“ und findet es wichtig, „frühzeitig zu lernen, eigene Bedürfnisse zu erkennen und zu formulieren“.

Dr. Stefan Krämer, stellvertretender Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung, bezeichnete das saarländische Kooperationsprojekt als sehr wichtig. Denn der Stiftung sei es ein Anliegen, dass Baukultur in den Schulen „viel intensiver“ vermittelt werde. Als Hilfsmittel für Pädagogen hat die Stiftung vor sieben Jahren − in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachleuten − die sogenannten Curricularen Bausteine für den Unterricht entwickelt. „Wir freuen uns, dass im Saarland regelmäßig Projekte umgesetzt werden“, betonte Krämer.

Fazit: Die Fortsetzung des Projektes ist beschlossene Sache.  

Cornelia Noll

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