Foto: Wolf/AKS
Foto: Wolf/AKS

Elf spannende Arbeiten sind das Ergebnis des diesjährigen Projekts “Baukultur. Architektur trifft Schule”, das bereits zum dritten Mal an saarländischen Schulen durchgeführt wurde. Neun Schulen und neun Tandems aus Lehrern und Architekten bzw. Landschaftsarchitekten waren in diesem Jahr beteiligt. Und die Vernissage am 30.09.2015 im Ministerium für Bildung und Kultur machte eins deutlich: Das Projekt macht Spaß. Denn neben den beteiligten Lehrern und Architekten war eine große Anzahl an Schülern gekommen.

Dass mit Architektur „offenbar ein spannendes Thema gefunden“ worden sei, unterstrich Bildungs- und Kulturminister Ulrich Commerçon in seinem Grußwort. Das Projekt mache deutlich, was „Baukultur mit einem selbst zu tun hat“. Und er 
betonte: „Die praktische Seite ist das eigentlich spannende“. Kammerpräsident Professor Heiko Lukas beschrieb das Ziel des Projektes und ergänzte: „Unser wichtigstes Anliegen ist es, den Schülern zu vermitteln, ihr Umfeld, ihre Umgebung mit offenen Augen zu sehen, zu verstehen und zu hinterfragen. Denn Schüler sind die Bauherren und Entscheidungsträger von morgen und sollen in die Lage versetzt werden, qualifiziert Einfluss zu nehmen. Denn: Architektur und Baukultur umgeben uns überall und beeinflussen uns im positiven wie auch negativen Sinne.“ 

Die ausgestellten Modelle, Zeichnungen und Plakate zeigten die große Bandbreite der Themen. Betrachtet und untersucht wurden Siedlungen, Stadträume und Wohnräume, die Schule, der Schulhof und der Schulweg, das eigene Zimmer, aber auch die „Alte Schmelz“ in St. Ingbert und eine Klinik in Homburg. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen und der Bestandsaufnahme standen immer praktische Übungen im Mittelpunkt. Das Umfeld zu analysieren, die eigenen Wünsche zu formulieren und die Ideen darzustellen, waren wichtige Ziele. Und deren Umsetzung in Zeichnungen und Modelle waren ein weiterer Schwerpunkt, der den Schülern augenscheinlich Spaß macht(e). 

Zu sehen waren u. a. „Traumhäuser”, „Traumräume”, eine Schulhofgestaltung und Entwürfe zum Thema „Gebäude im Wald – Wald im Gebäude“. Hier ging es um das gute Miteinander von Natur und Architektur. Bemerkenswert war auch die Arbeit der Rischbachschule in St. Ingbert, der ersten am Projekt beteiligten Grundschule. Deren Schüler hatten ein riesiges maßstabsgetreues Modell der „Mechanischen Werkstatt“ (Alte Schmelz in St. Ingbert) gebaut. 

Trotz zahlreicher Termine fanden auch Bildungsminister Commerçon und AKSPräsident Lukas die Zeit, sich die Arbeiten ausführlich anzusehen und mit den beteiligten Schülern, Lehrern und Architekten zu sprechen. 

Das erfolgreiche Projekt wird fortgesetzt, darüber verständigten sich die Kooperationspartner bei der Vernissage. 

Hintergrund: Das Projekt Baukultur. Architektur trifft Schule ist ein Gemeinschaftsprojekt der AKS, des Ministeriums für Bildung und Kultur des Saarlandes und der Wüstenrot Stiftung, bei dem Schülern lehrplanbegleitend die Themen Architektur und Baukultur vermittelt werden. Das Projekt richtet sich an alle Klassenstufen und Schulformen. Eine wertvolle Hilfestellung bei der Umsetzung der Projekte bieten die „Curricularen Bausteine für den Unterricht“ der Wüstenrot Stiftung. 

Cornelia Noll