Das Saarländische Architekten- und Ingenieurkammergesetz (SAIG) sieht in § 43 Abs. 1 Ziff. 5. vor, dass Kammermitglieder, die den Beruf eigenverantwortlich ausüben, ausreichend gegen Haftpflichtgefahren versichert sein müssen. 

Die Mindestdeckungssummen sind mit 100.000 € für Sach- und Vermögensschäden und 500.000 € für Personenschäden je Versicherungsfall vorgegeben. 

Als Folge der am 17.09.2010 in Kraft getretenen Änderung des Gesetzes genügen zukünftig Objektversicherungen nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. Der Verordnungsgeber hat trotz entsprechendem Hinweis der AKS im Gesetzgebungsverfahren die bisherige Bestimmung verschärft. Die Mindestdeckungssummen für Sach- und Vermögensschäden und auch für Personenschäden müssen seit neustem mindestens zweimal im Versicherungsjahr zur Verfügung stehen. 

Leider entsprechen Objektversicherungen damit nicht mehr den Anforderungen des Gesetzes. 

Die Architektenkammer des Saarlandes kann daher künftig Objektversicherungen als Nachweis für eine ausreichende Haftpflichtversicherung nicht mehr anerkennen. 

Der Vorstand wird sich dafür einsetzen, dass in einer kommenden Novelle des Architektengesetzes der ursprüngliche Rechtszustand wiederhergestellt wird. 

Solange die aktuelle Rechtslage nicht geändert ist, wird allen infrage kommenden Kammermitgliedern empfohlen, auf den Abschluss von Objektversicherungen zu verzichten.