Entscheidung des BVerwG 

Das Bundesverwaltungsgericht geht in seiner Entscheidung vom 18. Juli 2013 – 4 CN 3.12 – auf die Auslegung des § 3 Absatz 2 Satz 2 des Baugesetzbuches ein. Danach steht fest, dass alle Arten der verfügbaren Umweltinformationen bekannt zu machen sind und nicht nur diejenigen, die nach § 3 Absatz 2 Satz 1 des Baugesetzbuchs als wesentlich eingeschätzt und ausgelegt werden. 

Ebenso steht fest, dass es nicht ausreicht, lediglich eine Auflistung der vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen bekannt zu machen oder pauschal auf den Umweltbericht zu verweisen. Vielmehr ist es Sinn und Zweck der Vorschrift, eine breite Öffentlichkeit für das Bauleitplanverfahren zu interessieren und ihre Beteiligungsbereitschaft zu fördern. Dies bedeutet, dass die "Arten" der verfügbaren Informationen bekannt zu machen sind. Zu erfüllen ist dies (nur) durch Informationen über die im Umweltbericht und in den Stellungnahmen, Gutachten etc. behandelten Belange. 

Ein Verstoß ist nur dann unbeachtlich, wenn einzelne Angaben dazu, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, fehlen. Wird beispielsweise in der Bekanntmachung nur pauschal auf den Umweltbericht verwiesen oder werden etliche Informationen nicht angegeben, weil sie von der Gemeinde als nicht wesentlich eingeschätzt werden, ist dies mehr als das Fehlen einzelner Angaben und damit nicht unbeachtlich.