Andreas Garkisch, Foto: Albrecht Fuchs

Die diesjährige Vortragsreihe der Stiftung Baukultur Saar steht unter dem Motto „Bauen für alle“.

Der Münchener Architekt Andreas Garkisch skizziert in seinem Vortrag „Eine Stadt sucht Wohnraum“ am Beispiel Münchens, wie sowohl Architektur als auch die Stadtgesellschaft mit den Folgen der starken Nachfrage nach Wohnraum umgehen können. Dabei erläutert er Lösungsvorschläge, die sich auch auf andere Städte mit unterschiedlichen Situationen wie z. B. Saarbrücken übertragen lassen.

Donnerstag, 16. Juni 2016, 19 Uhr
Vortragsraum der Stadtgalerie am St. Johanner Markt in Saarbrücken

Der Architekt beschreibt den Inhalt seines Vortrags wie folgt: „München ist zu Ende gebaut, die letzten unbebauten Grundstücke werden bis 2030 besetzt sein. Trotzdem wächst die Stadtbevölkerung unerbittlich weiter. Höher, dichter, komplexer lautet die einfach klingende Antwort für viele der wachsenden Städte. Der Wandel ist jedoch eine Herausforderung für die gesamte Stadtgesellschaft und zugleich eine Chance für die Architektur, auf der Suche nach neuen Wohn- und Ausdrucksformen städtischer Architektur Antworten anzubieten.“

Garkisch studierte Architektur an der TU München, anschließend Philosophie und Soziologie an der LMU München. 1994 gründete er mit Michael Wimmer das heute gemeinsam mit Karin Schmid geführte Büro 03 Architekten. Als Vertretungsprofessor für städtebauliches Entwerfen lehrte er an der TU Darmstadt und an der Leibniz Universität Hannover.

Der Schwerpunkt des Architekturbüros liegt auf architektonischen und städtebaulichen Planungen für Metropolregionen. Arbeitsfelder sind innerstädtische Wohnungs-, Gewerbe- und Sozialbauten. 03 Architekten legen Wert darauf, den Stadtraum mit einzubeziehen und nachhaltige, gestalterisch sowie räumlich angemessene Lösungen zu entwickeln.

Weitere Vorträge der Veranstaltungsreihe BAUEN FÜR ALLE sind:
am 30.06.2016 „Wohnkomplex: Warum wir andere Häuser brauchen“ von Niklas Maak, Autor und Architekturkritiker, am 15.09.2016 „an-aus – Industrie baut Kultur“ von Till Schneider, Architekt und am 29.09.2016 „Der größte Bauplatz Deutschlands: neue Wohnungen durch Dachaufstockung“ von Karsten Tichelmann, Ingenieur, Professor an der TU Darmstadt und Vorstandsvorsitzender des Fördervereins der Bundesstiftung Baukultur (Ort jeweils: Stadtgalerie, Saarbrücken).   

Die Stiftung Baukultur Saar
Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 hat es sich die Stiftung Baukultur Saar zur Aufgabe gemacht, sowohl Fachleute als auch die breite Öffentlichkeit für bauliche und städtebauliche Qualitäten zu sensibilisieren. Anliegen der Stiftung ist es, den Blick für das alltägliche bauliche Umfeld im öffentlichen Raum – in den Stadtteilen, Quartieren, Stadtzentren und Gemeinden – zu schärfen. Mit vielfältigen Veranstaltungen lädt sie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein, gemeinsam mit Experten Schönes und Gelungenes in ihrem Wohn- und Lebensumfeld zu entdecken, aber auch, „Bausünden“ und Fehlentwicklungen zu erkennen. Ziel ist es, durch einen breit angelegten Diskurs Verbesserungen anzustoßen und private und öffentliche Bauherren zu einem behutsamen Umgang mit der baukulturellen Tradition des Saarlandes zu ermutigen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen: www.aksaarland.de/die-stiftung-baukultur-saar

Fotograf des beiliegenden Portraits: Albrecht Fuchs

Verantwortlich:
Prof. Wolfgang Lorch, Vorsitzender der Stiftung Baukultur Saar

Kontakt:
Kim Ahrend, Architektenkammer des Saarlandes
Tel.: 0681 954410
E-Mail: ahrend@aksaarland.de