Team 1: HDK Dutt & Kist / Rogmann Ingenieure / IBZ GmbH / Tobias Link
Team 1: HDK Dutt & Kist / Rogmann Ingenieure / IBZ GmbH / Tobias Link

Die innerstädtische Parklandschaft der Kreisstadt Merzig wird räumlich durch die Saar getrennt: Auf der einen Seite der Saar befindet sich ein Sport- und Freizeitpark, auf der anderen der Stadtpark mit Stadthalle und angrenzender Innenstadt. Aufgabe war es, beide Bereiche miteinander zu verbinden und die Saar als Bindeglied zu integrieren. Die der Mehrfachbeauftragung beigelegte Projektskizze gab vor:

  • die gestalterische und funktionale Aufwertung des Stadtparks,
  • die Fortentwicklung des Sport- und Freizeitparks auf der gegenüberliegenden Saarseite sowie die Attraktivierung und Einbindung des Saarufers in diesem Bereich,
  • die Verbindung der beiden Saarseiten durch eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Fluss und die Bundesstraße (B 51) und
  • die Verknüpfung des Sport- und Freizeitparkes und den saarparallelen Fuß- und Radwegen mit der Innenstadt.


Teilnehmer der Mehrfachbeauftragung waren drei interdisziplinäre Planungsteams, bestehend aus Landschaftsarchitekten, Stadtplanern, Architekten und Ingenieuren mit Erfahrungen im Brückenbau:

  • Team 1: HDK Dutt & Kist GmbH, Saarbrücken / Rogmann Ingenieure GmbH, Homburg / IBZ GmbH, Beratende Ingenieure, Merzig / Tobias Link, Lichtplanung, Saarbrücken
  • Team 2: Ernst + Partner, Landschaftsarchitekten BDLA, Trier / WW+, Architektur und Stadtplanung, Esch Sur Alzette / Ney & Partners, Luxemburg
  • Team 3: architecture + aménagement s.a., Luxemburg / terra.nova landschaftsarchitektur, München / Schlaich, Bergermann + Partner sbp gmbh, Stuttgart


Eine Besonderheit des Verfahrens war die Durchführung einer Bürgerwerkstatt, in der die Planungsteams ihre Entwürfe zur Diskussion stellten und die Bürger ihr Votum abgaben. Sowohl in der Bürgerwerkstatt als auch in der anschließenden Jurysitzung konnte das Gesamtkonzept – die „Merziger Welle“ – des Saarbrücker Büros Dutt & Kist überzeugen, allerdings mit einer Einschränkung. Die Einbindung der Stadthalle in den Stadtpark und den Zugang zum Saarufer sah die Jury im Entwurf der Trierer Planer Ernst + Partner besser gelöst. Der Stadtrat schloss sich letztendlich der Empfehlung an und schlug vor, mit den Entwurfsverfassern der Teams 1 und 2 weiterzuarbeiten. Kern des Gesamtkonzepts „Merziger Welle“ ist die neue Fuß- und Radbrücke als Bindeglied der „autark gewachsenen Stadt- und Landschaftsräume“.

Auszug aus der Jury-Beurteilung Team 1:
Die Leitidee ist nachvollziehbar hergeleitet (...). Die Grundidee ist der Stadtgröße und Bedeutung als Kreisstadt angemessen.
Die Bezüge zum Sport- und Freizeitpark sowie intern sind klar formuliert. (...)
Die Brückenverbindung erzeugt einen attraktiven, perspektivisch gelungenen Weg von Merzig in den Freizeitpark. (...)
Der Umgang mit der Fläche des Kiesabbaus ist als Mischnutzung von aktiven und ruhigen, naturnahen Bereichen ausgearbeitet. (...) Die Wahl der neuen Nutzungen stellt eine sinnvolle Ergänzung des Bestandes dar. Das Gesamtangebot bedient alle Nutzergruppen. Sehr gut ist die Nachnutzungsfläche gelöst. Die zusammenhängende Wasserfläche erlaubt gute Nutzungsmöglichkeiten. (...)
Die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität ist vielfältig und insbesondere im Stadtpark wird der Bestand aufgegriffen und punktuell ergänzt.



 

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