Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt vom 20.09.2005 - Az. 22 U 210/02, abgedruckt in BauRecht 06, S. 1922 - Revision vom Bundesgerichtshof nicht zugelassen.
Die Frage, ob im Bereich einer Grundlagenermittlung bzw. Vorplanung entgeltliche Tätigkeit des Architekten anzunehmen ist oder nur „Akquisition", beschäftigt immer wieder die Gerichte. Nämlich dann, wenn der Abschluss eines ausdrücklichen Architektenvertrages - sei es mündlich oder schriftlich - nicht nachgewiesen werden kann. Das Oberlandesgericht Frankfurt hebt noch einmal ausdrücklich hervor, dass derjenige, der die Dienste eines Architekten in Anspruch nimmt, regelmäßig - zumindest stillschweigend - einen Architektenvertrag abschließt und mit der Verpflichtung zur Zahlung einer Vergütung zu rechnen hat. Wenn dies nicht so sein soll, muss von ihm eindeutig darauf hingewiesen werden, dass die Architektenleistung als kostenfrei angesehen wird.
Rechtsanwalt Herbert Beige