Deckungsschutz für mangelhafte Leistungen eines "Subplaners"
Beschluss des Kammergerichtes Berlin vom 22.12.06 - Az. 6 U 164/06-, BauR 07, S. 1928

Manche Versicherer sehen in ihren Versicherungsbedingungen vor, dass dem hauptbeaufragten Architekt/Ingenieur Deckungsschutz in solchen Fällen nur gewährt wird, wenn dem Versicherer nach Meldung der Unterbeauftragung eine zusätzliche Prämie gezahlt wird, die sich aus der Honorarsumme für den Unterbeauftragten errechnet.
Jeder Architekt/Ingenieur sollte daher bei der Untervergabe von Teilleistungen die Frage mit seinem Versicherer abklären, ob sich sein Deckungsschutz auch auf Schäden aus fehlerhaften Leistungen des von ihm Unterbeauftragten (freier Mitarbeiter, selbständige Büros) erstreckt. Er riskiert sonst, geltend gemachte Schäden aus eigener Tasche bezahlen zu müssen. Eine andere Frage ist, ob der Unterbeauftragte selbst über eine eigene Versicherung verfügt, die bei einem Rückgriff gegen ihn für ihn einspringt.
ekanntlich hat ein Architekt/Ingenieur für Fehler eines z. B. mit Teilleistungen aus dem Hauptvertrag Beauftragten einzustehen (Erfüllungsgehilfe, §278 BGB). Es kommt immer wieder vor, dass z. B. die übernommene Statiker- oder Bauleitungsleistung untervergeben wird. Im Hinblick auf den Deckungsschutz der eigenen Haftpflichtversicherung ist Vorsicht geboten.

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