1. Preis: berwanger architektur gmbh
1. Preis: berwanger architektur gmbh

Aufgabe des einstufigen, anonymen Realisierungswettbewerbs „Ersatzneubau Kindertagesstätte St. Augustinus, Eppelborn-Wiesbach“ war die Planung eines zeitgemäßen Kindergartens mit drei Regelgruppen und einer Krippengruppe. Eine Erweiterungsoption um zwei Gruppen sollte ebenfalls vorgesehen werden. Die Teilnehmerzahl war auf fünf Architekturbüros begrenzt.

Die Pfarrei in Wiesbach umfasst die 1959− 1963 erbaute Pfarrkirche (Albert Dietz, Bernhard Grothe), die ehemalige Pfarrkirche von 1844 mit eingebautem Pfarrheim und die Wallenbornkapelle St. Valentinus. Weiterhin gehören das im Planungsgebiet befindliche Pfarrhaus, ein Jugendheim und der bestehende Kindergarten zur Pfarrei. Jugendheim und Kindergarten werden in der derzeitigen Form nicht mehr benötigt und sollen abgebrochen werden − der Kindergarten nach Fertigstellung des Neubaus. 

Ziel ist die räumliche Neufassung des Geländes unter Berücksichtigung der bestehenden Bauten (Pfarrkirche, Pfarrhaus). Das neue Gebäude soll sich eindeutig von der umgebenden Bebauung absetzen, ohne als Fremdkörper zu erscheinen. Für die Freiräume ist eine Gliederung in öffentliche (Eingang, Abholzone) und halböffentliche Bereiche (Spielplatz) geplant. 

Das Baufeld wird im Wesentlichen durch das Pfarrhaus, die vorhandene Stützmauer zur Kirche, den bestehenden Kindergarten und die Hangkante bzw. Grundstücksgrenze begrenzt.

Wichtige Beurteilungskriterien waren städtebauliche, gestalterische, funktionale und wirtschaftliche Gesichtspunkte. Eine einfache, klare Architektursprache war gewünscht. Die Kostengruppen 200 bis 700 wurden mit rund 1,8 Mio € (ohne Abbruchkosten des Altbestandes) veranschlagt. 

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Gerhard Freising zeichnete die nachfolgend aufgeführten Arbeiten aus:
1. Preis: berwanger architektur gmbh, St. Wendel 
2. Preis: Wandel - Lorch Architekten, Saarbrücken
3. Preis: Kühn Architekten, Eppelborn

Das Preisgericht hat dem Auslober die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur Ausführung empfohlen. 

Auszug aus der Beurteilung des 1. Preises:
"Der städtebauliche Ansatz, mit jeweils zwei zweigeschossigen Baukörpern eine Baugruppe zwischen Pfarrhaus und Kirchen einzufügen, ist überzeugend gelöst. Es entstehen Raumbildungen von hoher ortsräumlicher Qualität und differenzierter Aufenthaltsqualität (...). Die Baumassen sind gut gegliedert und nehmen in Proportion und Gestaltung auf die umgebende Bebauung Rücksicht. Die Innen-/Außenraumbeziehung (...) überzeugt durch ihre hohe Qualität. (...). Die verschiedenen Nutzungsbereiche sind klar zugeordnet und gut gegliedert. (...). Die Gestaltung der Fassaden ist von hoher Qualität und der Nutzung „KiTa“ angemessen. Der Entwurf weist eine mittlere Wirtschaftlichkeit auf und könnte im Hinblick auf Grund- und Hüllflächen optimiert werden."  

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