Der Bericht ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung, an der sich die Architektenkammern aller Länder beteiligten. Die Befragung fand im Zeitraum vom 2. Mai bis 15. Juni 2015 als Online-Befragung statt. Eingeladen wurden die angestellten und beamtet tätigen Mitglieder der Kammern.

Insgesamt beteiligten sich 10.740 Kammermitglieder an der Befragung. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 20 %. Die Rücklaufquote im Saarland war überdurchschnittlich hoch: Von den 394 zur Befragung eingeladenen Kammermitgliedern  füllten 107 Kammermitglieder den Fragebogen aus. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 27,1%.

Unter den angestellten Mitgliedern der AKS überwiegen die Männer leicht: 57 % der Befragten sind männlich, 43 % weiblich. Die weiblichen Kammermitglieder sind durchschnittlich jünger als ihre männlichen Kollegen. 
91 % der Befragten sind Architekten, 3 % Innenarchitekten, 3 % Landschaftsarchitekten und 9 % Stadtplaner. 25 % haben an einer Universität oder Technischen Hochschule studiert, 72 % sind Absolventen einer Fachhochschule.

40 % der befragten Angestellten haben 2014 in einem Architektur- oder Planungsbüro gearbeitet, in der gewerblichen Wirtschaft waren 25 % der Befragten beschäftigt. 35 % befanden sich in einem Angestelltenverhältnis im öffentlichen Dienst. 

Die Vollzeit tätigen Angestellten im Saarland haben im Referenzjahr 2014 im Mittel 49.509 € verdient. Angestellte in Architektur- und Planungsbüros haben mit 42.000 € deutlich weniger verdient als  die Angestellten im öffentlichen Dienst (52.000 €) bzw. in der gewerblichen Wirtschaft (54.000 €). Diese Abstufung gilt für alle Bundesländer. Ein Ländervergleich zeigt: Die höchsten Gehälter in Architektur- und Planungsbüros erhalten Angestellte in Hessen (46.100 €), gefolgt von Rheinland-Pfalz (44.351 €) und Nord-rhein-Westfalen (44.000 €). Die niedrigsten Gehälter werden in Sachsen-Anhalt (36.120 €), Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen (jeweils 36.000 €) gezahlt. Das Saarland liegt im Ländervergleich auf dem 6. Platz.

Frauen verdienten 2014 signifikant weniger als Männer. Im Mittel erhielten weibliche Angestellte 86 % des Gehalts ihrer männlichen Kollegen. Dieser Zusammenhang gilt in allen erfassten Bundesländern.