Referent Peter Böttcher; Foto: Kim Ahrend
Referent Peter Böttcher; Foto: Kim Ahrend

Die Kammergruppe Saarpfalz-Kreis lud zum Erfahrungsaustausch ein

Einen Vortrag mit Erfahrungsaustausch zum Thema BIM: Diesen Abend hatte Claudius Bäuerle organisiert. Der Vorsitzende der Kammergruppe Saarpfalz-Kreis ist AKS-Vertreter der BIM-Projektgruppe in der Bundesarchitektenkammer und arbeitet selbst intensiv mit der digitalen Planungsmethode. 

BIM und 3D-Modell sei nicht die richtige Terminologie, klärte uns der Referent Dr. Peter Böttcher auf. Er ist Professor im Fachbereich Bauingenieurwesen an der htw saar und beschäftigt sich mit dem virtuellen Bauablauf. „Ich habe die Begrifflichkeiten, die im Zusammenhang mit BIM verwendet werden, alle weggeschmissen“, erläuterte er. So vermied er während seines Vortrags bewusst die Begriffe „BIM“ und „3D“ und korrigierte sich, wenn er sie doch aus Versehen aussprach.
Böttcher geht es einzig und allein um den Sprung vom „layerorientierten“ Arbeiten hin zum „objektorientierten“ Arbeiten. Dabei spiele der Architekt eine herausragende Rolle. Er liefert im Idealfall das Basismodell, das an die Fachplaner weitergereicht und von diesen erweitert wird. Damit übernimmt der Architekt (wieder) die Führung im Bauprojekt.

Das war auch Konsens bei der abschließenden Diskussionsrunde. Bäuerle appellierte: „Wir Architekten dürfen uns von Großkonzernen und Softwarefirmen nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.“ Für die Kollegen käme gar nicht so viel Neues hinzu. Vieles würde im Berufsalltag schon gelebt, und die Baubranche inklusive Softwarehersteller sei noch gar nicht so weit, wie der Öffentlichkeit vermittelt werde.


Text: Kim Ahrend