Das Gebäude Veles e Vents von David Chipperfield & b720 aus dem Jahr 2006, Wahrzeichen des Port America‘s Cup. Foto: Cornelia Noll
Das Gebäude Veles e Vents von David Chipperfield & b720 aus dem Jahr 2006, Wahrzeichen des Port America‘s Cup. Foto: Cornelia Noll

Die diesjährige AKS-Exkursion führte in die drittgrößte Stadt Spaniens

Ziel der diesjährigen AKS-Fachexkursion war Valencia. 29 Teilnehmer lernten Ende Oktober/ Anfang November bei Sonne und spätsommerlichen Temperaturen die Stadt der vielen Kontraste kennen. Unter fachkundiger Führung von Architekt Boris Strzelczyk, Mitglied der Guiding Architects, erfuhren sie viele Details über die Geschichte und Entwicklung der mit 790.000 Einwohnern drittgrößten Stadt Spaniens. Zu Fuß, mit dem Bus, per Fahrrad und Boot wurden Stadt und Umgebung erkundet. 

Boris zeigte (und skizzierte) anschaulich die positiven, aber auch negativen Entwicklungen Valencias. Seit 2008 sei deren Einwohnerzahl um 50.000 gesunken. Nun sei die Stadt dabei, sich von den Folgen der wirtschaftlichen Krise zu erholen und am „Wendepunkt“ angelangt. Viele Studenten schätzen die Stadt, die viel bietet, und deren „Mieten halb so hoch wie in Barcelona“ sind. Und die Übernachtungszahlen belegen: Die Stadt holt touristisch zunehmend gegenüber Barcelona und Madrid auf.

Außergewöhnlichstes Projekt Valencias ist das zur grünen Lunge umgewandelte, ehemalige Flussbett des Riu Túria, der überschwemmungsbedingt (nach 1957) umgeleitet und aus der Innenstadt verbannt wurde. Nach einem Masterplan von Ricardo Bofill aus dem Jahr 1982 entstand in dem trockengelegten Flussbett ein 9 km langer Park, der von mehreren Brücken überspannt wird. Unterschiedlich gestaltete Grünräume, Sport- und Spielstätten sowie Kultur- und Vergnügungsstätten finden sich hier, unter anderem auch die Stadt der Künste und Wissenschaften, mit der sich ein Kind der Stadt, Santiago Calatrava, ein Denkmal setzen durfte.


Text: Cornelia Noll

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