Die Wahrung, Förderung und qualitätvolle Weiterentwicklung der Baukultur im Saarland war Gegenstand eines Gespräches, das AKS-Präsident Professor Heiko Lukas, Vizepräsident Willi Latz und Geschäftsführer Rainer Christ auf Einladung des Saarländischen Städte- und Gemeindetages (SSGT) mit dessen Präsidium führen konnten. Damit fand die Gesprächsreihe, die mit Vorstandsmitgliedern des Landkreistages begonnen wurde, ihre Fortsetzung.
 
Im Rahmen eines Impulsvortrages zeigten Lukas und Latz anhand einer Reihe von guten und schlechten Beispielen den anwesenden (Ober-)Bürgermeistern die herausragende Bedeutung von qualitätvoller regionaltypischer Architektur auf. Um die baukulturelle Identität des Saarlandes zu sichern und weiterzuführen, ist gerade in ländlichen Regionen das Engagement aller Beteiligten notwendig. Erforderlich ist die Anwendung kommunalrechtlicher Möglichkeiten, sei es in Form von Orts- und Gestaltungssatzungen, sei es durch die Errichtung und Einbindung von Gestaltungsbeiräten oder durch die Schaffung fachkundiger Beratung für Hausbesitzer und Bauherren.
 
Einige der Präsidiumsmitglieder berichteten über positive Erfahrungen, die sie mit planungsrechtlichen Instrumenten gemacht haben. Als Gesprächsergebnis ist Zustimmung und Akzeptanz der Forderung von AKS und Stiftung Baukultur-Saar zu konstatieren. Im Anschluss folgten AKS-Präsident und Vizepräsident einer thematisch entsprechenden Einladung der Arbeitsgruppe Bürgermeister der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU im Saarland. Auch in diesem Rahmen fand ein intensiver Austausch statt. 
 
Zu bilanzieren ist, dass die baukulturelle Identität des Saarlandes bei den Kommunalpolitikern einen hohen Stellenwert einnehmen kann bei sinnvoller Anwendung der Planungs- und Gestaltungsinstrumente sowie der Akzeptanz der Bürger. Der AKS-Vorstand wird die Gespräche mit kommunalpolitischen Entscheidungsträgern auch künftig intensiv führen. Es bedarf allerdings der Mitwirkung der AKS-Mitglieder, den eingeschlagenen Weg gemeinsam zu beschreiten und sich für eine regionaltypische Architektur mit hoher Gestaltungsqualität einzusetzen.