Seite aus Präsentation, Quelle: BAK
Seite aus Präsentation, Quelle: BAK

Im Auftrag der Bundesarchitektenkammer und des Architects Council of Europe (ACE) führte Hommerich Forschung Mitte dieses Jahres eine Online-Befragung durch. Befragt wurden freischaffende und baugewerblich tätige Kammermitglieder zu ihrer Büro- und Kostenstruktur im Jahr 2015. Bundesweit beteiligten sich 6.919 Kammermitglieder, dies entspricht einer Rücklaufquote von 15,7 %. Im Saarland nahmen mit einer Rücklaufquote von 19,7 % 335 Kammermitglieder an der Umfrage teil.

Durchschnittlich 12 % des Gesamtumsatzes der Büros im Saarland waren auf kommunale Aufträge zurückzuführen. Der Umsatzanteil öffentlicher Aufträge auf Landesebene lag bei durchschnittlich 5 %. Der Bund hatte mit 1 % nur einen sehr geringen Anteil am Jahresumsatz der Büros. Der Großteil des Umsatzes (82 %) entfiel somit auf nicht-öffentliche Auftraggeber.

Der durchschnittliche Stundensatz ist abhängig von der Bürogröße. Er betrug auf Bundesebene für einen Inhaber, Partner oder Geschäftsführer 75 €. Bei angestellten Kammermitgliedern lagen die mittleren Stundensätze in kleinen Büros bei 60 €, in mittleren und großen Büros bei 65 € bzw. 70 €.

Ebenfalls auf Bundesebene bezogen, zeigt sich, dass mit zunehmender Größe der Büros die Pro-Kopf-Umsätze steigen. Seit der ersten Befragung im Saarland 2013 ist der Pro-Kopf-Umsatz gesunken: von 63.214 € auf nunmehr 60.000 €. Die Überschüsse der Inhaber sind dennoch gestiegen: von 54.000 € (2013) auf 66.000 € (2015). Der Überschuss errechnet sich aus dem Gesamtumsatz eines Büros abzüglich der Gesamtkosten. Das Inhabergehalt wird im Rahmen dieser Berechnung nicht berücksichtigt. Die wirtschaftliche Lage der saarländischen Büros hat sich insgesamt positiv entwickelt: Der Anteil der Büros mit einem Überschuss pro Inhaber von maximal 30.000 € (kritische wirtschaftliche Lage) sank von 30 % in 2013 auf jetzt 19 %.

Auch in die Zukunft blicken die saarländischen Architekten positiv: 35 % gehen davon aus, dass sich ihr Auftragsbestand in den kommenden zwölf Monaten erfolgreich entwickeln wird.

Die ausführlichen Umfrageergebnisse sind im Anhang abrufbar.

Kim Ahrend/Quelle: Hommerich Forschung

Melden Sie sich hier für unser Newsmagazin an