Von Mai bis Juni 2013 wurden die angestellten und beamteten Kammermitglieder der 16 Länderkammern online zu den Rahmenbedingungen ihrer beruflichen Tätigkeit befragt. Bundesweit wurden 49.423 Kammermitglieder vom beauftragten Forschungsinstitut Hommerich zu der Befragung eingeladen. 9.686 Kammermitglieder haben sich an der Befragung beteiligt. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 19,6 %. Nachfolgend finden Sie einige Ergebnisse der Befragung. 

Im Jahr 2012 haben 54 % der befragten Angestellten in einem Architektur- oder Planungsbüro gearbeitet. In der gewerblichen Wirtschaft waren 21 % der Befragten beschäftigt; in einem Angestelltenverhältnis im öffentlichen Dienst befanden sich 25 %. 

Die weiblichen Kammermitglieder waren mit durchschnittlich 41 Jahren deutlich jünger als ihre männlichen Kollegen mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren. Mit abnehmendem Alter der Befragten stieg der Frauenanteil deutlich an. In der jüngsten Befragtengruppe (unter 35 Jahre) sind die Frauen mit 60 % in der Mehrheit. 

Die Vollzeit angestellten Kammermitglieder erzielten im Referenzjahr 2012 ein mittleres Einkommen von 48.000 €. Angestellte in Architektur- und Planungsbüros verdienten mit 40.500 € weniger als die Angestellten  im öffentlichen Dienst mit 55.000 € bzw. in der gewerblichen Wirtschaft mit 62.000 €. Die niedrigsten Gehälter werden in Brandenburg mit durchschnittlich 34.100 €, im Saarland mit 33.600 € und in Sachsen-Anhalt mit 33.500 € gezahlt.

Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Bruttojahresgehalt. Im Mittel verdienen Angestellte, die mehr als 20 Jahre im Beruf sind, das 1,6-fache ihrer Kollegen mit maximal zehn Jahren Berufserfahrung.

Angestellte mit hoher beruflicher Eigenverantwortung verdienen im Mittel 1,3 mal so viel wie weisungsgebundene Angestellte. 

Frauen verdienen weniger als Männer: Im Mittel erhalten sie 80 % des Gehalts ­ihrer männlichen Kollegen. Das mittlere Bruttojahresgehalt der befragten Frauen lag bei 41.364 €. Die männlichen Angestellten verdienten im Mittel 51.600 €. 

94 % der Angestellten haben einen schriftlichen Arbeitsvertrag. Angestellte in Architektur- und Planungsbüros haben seltener einen schriftlichen Arbeitsvertrag als Angestellte in der gewerblichen Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst.

Die Ergebnisse der bundesweiten Befragung verdeutlichen die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in den Bereichen Architektur- und Planungsbüros, gewerbliche Wirtschaft und öffentlicher Dienst für Architekten in Deutschland.